Der Wert eines Holzhauses steigt!
Um den Werterhalt eines Gebäudes zu sichern, ist es notwendig, dass bei Planung und Ausführung für das Gebäude als Ganzes und bis ins Detail sorgfältig gearbeitet wird.
Ein wesentlicher Aspekt daraus ist der konstruktive Schutz von Bereichen oder Details, die einer erhöhten Gefährdung ausgesetzt sind.
Im Holzbau ist dieser Thematik aus gutem Grund ein eigenes Normenwerk (DIN 68 800 Teil 2) gewidmet. Die darin postulierten Schutzmaßnahmen sind zunächst baustoffunabhängig. Zum Beispiel ist die Fassade eines Hauses – aus welchem Material auch immer – durch einen großen Dachüberstand sehr effektiv geschützt.
Die für den Schutz einer Baukonstruktion zu beachtenden Grundregeln finden sich zum großen Teil im Repertoire der „alten Baumeister". Bauwerke aus Holz, die über Jahrhunderte ihre Funktionsfähigkeit beibehalten haben, beweisen eindrucksvoll, dass das gängige Vorurteil, mit Holz könne keine dauerhafte Bauweise möglich sein, keine Grundlage hat.
Prinzipiell ist bei dem Schutz einer Konstruktion zunächst die Gefährdung zu präzisieren. Daraus ergibt sich dann die Charakteristik der notwendigen Maßnahmen, die nach Möglichkeit planerisch so umgesetzt werden, dass die Gefährdung minimiert wird.
Im Holzbau ergibt sich die unmittelbare Gefährdung durch die Feuchtigkeit. Eine Feuchtigkeitsänderung ist unmittelbar mit einer Volumenveränderung verbunden. Wird die Ausdehnung (Quellen) oder das Zusammenziehen (Schwinden) – zum Beispiel über starre Verbindungen mit steifen, unabhangigen Bauteilen – behindert, ergeben sich innere Spannungszustände, die sowohl die Holzkonstruktion selbst als auch die anschließenden Bauteile gefährden.
Die größere Gefährdung ergibt sich durch eine längerfristig auftretende Feuchtigkeit, die dann zu einer biotischen Gefährdung führt. Dies können sowohl pflanzliche Organismen (Pilze) als auch Tiere (Insekten) sein Sie treten mit wenigen Ausnahmen allerdings erst ab einer Holzausgleichsfeuchte auf, die in den üblichen Konstruktionen nur bei fehlerhafter Planung und/oder Ausführung vorkommt.
Solange gewährleistet ist, dass auftreffende Feuchtigkeit sehr schnell und einfach wieder abtrocknen kann, ist der Baustoff Holz in der Lage, die sich aus den Feuchtewechseln ergebenden Beanspruchungen über eine sehr lange Zeit zu ertragen. Die damit verbundenen Dimensionsänderungen müssen allerdings in der Konstruktion sowohl technisch als auch ästhetisch berücksichtigt werden.
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